Metallspritzgussprototypen im MIM-Verfahren

Auch Metalle lassen sich im Spritzgussverfahren verarbeiten. Bei diesem sogenannten Pulverspritzgussverfahren (PIM) wird Metallpulver, umgeben von einer thermoplastischen Bindermatrix, in die Formkavität eingespritzt. Anschliessend wird der Binder chemisch und thermisch entfernt und das Bauteil gesintert. So entstehen massive Bauteile mit glatten Oberflächen und hervorragenden Funktionseigenschaften.

Folgende Metalle lassen sich unter anderem im MIM-Verfahren verarbeiten:

  • Diverse Stahllegierungen (316L, 17/4 PH, HK30, 420)
  • Inconel 718
  • Hartmetalle
  • Titan

Nicht im MIM-Verfahren verarbeitet werden:

  • Aluminium
  • Zinn und Zink-Legierungen
  • Messing
  • Magnesium-Legierungen

Diese Metalle und Legierungen können kostengünstiger im Druckgussverfahren verarbeitet werden und werden daher nicht für MIM eingesetzt.

Metalle in der additiven Fertigung

Seit geraumer Zeit stehen unterschiedliche 3D Druck Verfahren zur Verarbeitung von Metallen zur Verfügung. Jedoch finden diese Verfahren bis anhin fast ausschliesslich dort Anwendung, wo konventionell-nichtherstellbare Geometrien einen grossen Vorteil bringen. Beispielsweise bei hohlen Leichtbau-Komponenten.

Der grösste Nachteil dieser Verfahren ist nach wie vor die grobe Oberflächenstruktur, die damit erzielt wird. Für viele Anwendungen bedeutet das, dass mechanisch nachbearbeitet werden muss. Daher ist der erzielte Gewinn gegenüber konventioneller Bearbeitung häufig rasch verloren.

«Additive Tooling» für schnelle MIM-Prototypen

Das «Additive Tooling» Verfahren von Injex lässt sich auch ausgezeichnet für Metallspritzguss einsetzen. So werden Durchlaufzeiten für erste Muster von bis zu fünf Monaten auf zwei bis drei Wochen reduziert. Mit diesen Mustern kann die Tauglichkeit des MIM-Verfahrens für die jeweilige Anwendung ohne grosses Risiko getestet werden.